Topspiel endet mit einem Unentschieden

SAMSTAG, 1 DEZEMBER 2007, 13:02 - RSCA Skater
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Gestern Abend fand das Topspiel zwischen Anderlecht und Standard statt. Beide Teams konnten nicht überzeugen und so endete das Spiel auf ein 0-0 Unentschieden. Die beste Chance hatte Standard, aber Zitka konnte parieren.


Der Anderlechter Trainer Ariël Jacobs hatte sich im ersten Meisterschaftsspiel unter seiner Regie für eine defensive Ausrichtung entschieden. Er verzichtete auf die Nominierung eines zweiten Stürmers neben Nicolas Frutos und setzte auf ein massives Mittelfeld. Tatsächlich spielte Jonathan Legear eher als zweite Spitze, eine Rolle, die dem gebürtigen Lütticher nicht behagte. Auf der rechten Seite hatte er in den letzten Wochen wesentlich mehr überzeugen können. Standard Lüttich agierte dagegen im gewohnten 4:4:2-System mit den beiden Stürmern Milan Jovanovic und Dieumerci Mbokani. Die Anfangsphase gehörte eindeutig den Gästen, die bereits nach 45 Sekunden zu ihrer ersten kleinen Gelegenheit kamen, Axel Witsel verzog jedoch deutlich. Etwas mehr Gefahr beschwor nach zwei Minuten Mbokani herauf, der an seiner alten Wirkungsstätte konstant ausgepfiffen wurde. Seinen Flachschuss parierte Daniel Zitka problemlos, der in der zehnten Minute dagegen seinen ganze Klasse aufbieten musste. Nach einer Freistoßflanke von Grégory Dufer bot sich Marouane Fellaini per Kopf die große Chance zur Führung, Zitka reagierte mit einem Reflex.

Der Rekordmeister benötigte eine Viertelstunde Anlaufzeit, ehe er erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte. Nachdem ein abgefälschter Freistoß von Lucas Biglia das Ziel noch um einige Meter verfehlt hatte, hätte der Anderlechter Kapitän Bart Goor seine Mannschaft in Führung bringen müssen. Der Tscheche Jan Polak hatte mit einem Linkspass die Lütticher Abseitsfalle ausgehebelt, doch Routinier Goor hob den Ball mit dem linken Außenrist über Espinoza, aber auch am Tor vorbei.

Das war es dann allerdings schon fast an gefährlichen Szenen in einer ersten Halbzeit, die nur wenige Höhepunkte bereithielt. Zwar gelang es Anderlecht in der Folgezeit, die »Rouches« vom eigenen Tor fernzuhalten. Die optische Überlegenheit war aber nicht von der Art, dass die Heimmannschaft ernsthaft Anspruch auf die Führung hätte erheben können. Der Ägypter Ahmed Hassan war viel unterwegs, eine konstruktive Aktion konnte er vor dem Seitenwechsel nicht einleiten. Frutos konnte sich nie in Szene setzen, während die Leistung von Polak erneut die Frage aufwarf, warum Anderlecht für den »Box-to-Box«-Spieler 3,5 Mio. Euro an den 1. FC Nürnberg überwiesen hat. Umgekehrt konnten die Lütticher nicht an die schwungvolle Anfangsphase anknüpfen, und sie zogen sich immer weiter zurück. Die erste Hälfte des Spitzenspiels dürfte Kritiker des belgischen Fußballs in ihrer Negativhaltung bestärkt haben.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs beteiligten sich die Gäste wieder mehr am Spiel, doch es war Hassan, dem sich in der 53. Minute die Gelegenheit zum 1:0 bot. Sein Kopfball (nach Flanke von Legear) war aber zu ungenau, weshalb Espinoza den Ball noch über die Latte lenken konnte. Die Gastgeber waren ganz offensichtlich nicht gewillt, erneut die Anfangsphase zu verschlafen und setzten den Erzrivalen aus der Cité Ardente nun deutlich mehr unter Druck. Chancen blieben allerdings weiter Mangelware, selbst als beide Trainer mit Igor De Camargo und Mbo Mpenza frische Offensivkräfte brachten. Ein abgefälschter Schuss von Mpenza (84.) war die letzte Gelegenheit.

Quelle: Grenz-Echo

Ergebnis: 0-0
Tor(e): /

RSC Anderlecht:Zitka, Wasilewski, Juhasz, Pareja (79' Deman), Deschacht, Legear (68' Mpenza), Polak, Biglia, Hassan (84' Akin), Goor, Frutos
Standard:Espinoza, Sarr, Onyewu, Dante, Comozzato, Dufer (67' Ingrao), Fellaini, Defour, Witsel, Jovanovic, Mbokani (75' De Camargo)

Gelb: 76' Polak, 59' Dante, 73' Mbokani, 78' Sarr, 86' Onyewu
Rot: /

Schiedsrichter: Paul Allaerts
Stadion: Constant Vanden Stock



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