Anderlecht nach Niederlage chancenlos

SONNTAG, 8 MAI 2011, 23:17 - RSCA Skater
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Am Freitagabend verlor Anderlecht das wichtige Play-Off-Spiel gegen RC Genk mit 1-0 und verabschiedet sich somit aus dem Titelrennen. Jelle Vossen entschied das Spiel bereits in der ersten Halbzeit.


In der ausverkauften Cristal Arena erhielten die Gäste zwar in der zweiten Minute den ersten Eckball, aber es war die Heimmannschaft, die frühzeitig die Kontrolle übernahm. Nach zwei Minuten wehrte Proto einen ersten Schuss von De Bruyne ab, auf der Gegenseite versuchte es Lukaku. In der 18. Minute gingen die Limburger dann in Führung. De Bruyne bediente Jelle Vossen und der Angreifer kam aus 22 Metern völlig ungehindert zum Abschluss. Gegen seinen platzierten Distanzschuss war der Anderlechter Schlussmann chancenlos, 1:0. Nur langsam erholte sich der Rekordmeister von diesem Rückschlag, aber abgesehen von einigen zaghaften Angriffsbemühungen gelang den Brüsselern bis zum Ende einer enttäuschenden ersten Halbzeit nichts. Am nächsten kam noch Tom De Sutter einem Treffer, nach einer Flanke von Guillaume Gillet kam er nicht mehr richtig hinter den Ball. »Das Spiel ist von vielen Zweikämpfen bestimmt. Bei meinem Tor hat sich Proto für die kurze Ecke entschieden, deshalb hatte er gegen den Schuss keine Chance mehr«, erklärte Jelle Vossen beim Gang in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit ersetzte bei Anderlecht der junge Badibanga den leicht angeschlagenen Kanu. Zunächst kamen aber wieder die Gastgeber, bei denen Vossen in der 49. Minute nur knapp die Vorentscheidung verpasste. Der Nationalspieler konnte sich nicht entscheiden, ob er den Ball mit links oder rechts verwerten sollte, wodurch er die Chance vergab. Nur 120 Sekunden später setzte sich Vossen mit seiner ganzen Klasse gegen zwei Anderlechter Abwehrspieler durch, diesmal verfehlte sein Schuss das Ziel nur knapp. Anderlecht-Trainer Jacobs musste dagegen früh im zweiten Durchgang ein zweites Mal wechseln, weil De Sutter nach einer Schulterverletzung nicht mehr weiterspielen konnte, für ihn kam Veselinovic. Besser wurde das Spiel der Gäste dadurch nicht, ganz im Gegenteil, denn nach einem Steilpass von Tözser stieg Proto mit gestrecktem Bein gegen Vossen viel zu energisch ein, Schiedsrichter De Bleeckere entschied direkt auf Elfmeter. Töszer übernahm die Verantwortung und scheiterte kläglich, der Ungar schoss weit über das Tor (63.). Bereits am Sonntag hatte Barda in Lokeren einen Strafstoß vergeben. Der Fehlschuss hätte sich fast direkt gerächt, aber Courtois parierte einen Kopfball von Veselinovic überragend.

Die Anderlechter waren jetzt zwar etwas besser im Spiel, aber wie schon in der ersten Hälfte fehlte den Angriffen des Rekordmeisters die Durchschlagskraft. In der Nachspielzeit forderten die Gäste noch vergeblich einen Handelfmeter. Nach dem Schlusspfiff feierten die Genker mit einem Feuerwerk und Walzermusik so, als hätten sie den Titel bereits gewonnen. »Wir haben jetzt alles in eigenen Händen. Aber wir haben uns unnötig in Probleme gebracht, nachdem wir den Elfmeter verschossen haben«, erklärte Thomas Buffel unmittelbar nach dem Schlusspfiff.

Quelle: netecho

Ergebnis: 1-0
Tor(e): 18' Vossen (1-0)

Genk:Courtois, Ngongca, Mavinga, Matoukou, Nadson, Joneleit, Tözsér, De Bruyne (86' Pudil), Vossen (77' Hubert), Ogunjimi, Buffel (90' Nwanganga)
Anderlecht:Proto, Lecjaks, Mazuch (81' Marecek), Juhasz, Kouyate, Gillet, Kljestan, Suarez, Lukaku, Kanu (45' Badibanga), De Sutter (55' Veselinovic)

Gelbe Karten: 21' Kljestan, 62' Proto, 69' Joneleit
Rote Karten: /

Schiedsrichter: Frank De Bleeckere
Stadion: Cristal Arena



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