Anderlecht siegt gegen schwachen RC Genk

FREITAG, 15 APRIL 2011, 22:38 - RSCA Skater
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Anderlecht hat sich eindrucksvoll im Titelkampf zurückgemeldet. Am heutigen Abend gewann man gegen den RC Genk, der eine schwache Leistung zeigte mit 2-0. Neuzugang Veselinovic ebnete bereits früh den Weg zum Sieg.


Mit diesem Erfolg übernahm Anderlecht vorübergehend die Tabellenführung der Play-offs1. Die Gastgeber starteten wie die Feuerwehr und hatten einen Traumstart. Nach nur fünf Minuten war Veselinovic, der im Winter vom Nachbarn FC Brussels gekommen war und für den gesperrten Suarez seine Chance bekam, bei einer Flanke von Kanu zur Stelle und erzielte per Kopf die viel umjubelte 1:0-Führung.

Damit war klar: Der Rekordmeister wollte dem Krisengerede, zu dem es nach den Niederlagen gegen Standard Lüttich und Club Brügge gekommen war, gleich zu Beginn ein Ende setzen.

Anderlechts Trainer Jacobs, der bei diesem Spiel Kopf und Kragen riskierte, hatte seine Elf noch auf zwei weiteren Positionen umgestellt. So kamen Kljestan für Kouyaté und Kanu für Marecek zum Zuge. Vor allem Kanu zeigte sehr schnell, dass sein Coach gut daran getan hatte, ihn von Anfang an zu bringen, denn nach seiner Torvorlage beim Führungstreffer in der 5. Minute wartete Kanu auch in der 18. Minute mit einer mustergültigen Flanke auf, doch der Kopfstoß von Lukaku prallte an den Pfosten. Genks Schlussmann Courtois war geschlagen. In der 25. Minute hatte auch Legear das 2:0 auf dem Fuß, doch sein Schuss verfehlte nur knapp das Ziel.

Vom RC Genk war bis dahin so gut wie nichts zu sehen, mit Ausnahme einer Chance für Vossen nach knapp einer halben Stunde.

In der 32. Minute bedurfte es einer Fußabwehr von Proto, um Buffel am Ausgleich zu hindern. Anderlecht war damit gewarnt: Anderlecht waren zwar bisher drückend überlegen, aber noch stand es »nur« 1:0. Und bei diesem Spielstand blieb es auch bis zur Pause.

Die Gäste aus der Provinz Limburg durften sich damit trösten, dass es für sie eigentlich nur besser werden konnte im zweiten Durchgang, denn die in der ersten Halbzeit gezeigte Leistung war eines Geheimfavoriten auf den Meistertitel nicht würdig. Die Frage war, wann Genks Trainer Vercauteren Barda und Ogunjimi bringen würde, denn Kennedy stellte alles andere als eine große Gefahr dar.

Auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit war Anderlecht dem 2:0 näher als Genk dem 1:1, obwohl in der 56. Minute ein Freistoß von Tözser nur knapp am Tor von Proto vorbeiflog. Dafür aber hatte auf der Gegenseite Lukaku nach Vorarbeit von Lecjaks eine »Hundertprozentige«, die er kläglich ausließ. Sollte sich das rächen? Nach einer Stunde brachte Vercauteren dann Barda (für den überforderten Kennedy) und Ogunjimi (für Vossen).

Anderlecht hätte durchaus 3:0 oder 4:0 führen können, ja müssen. Auch die Einwechslungen von Barda und Ogunjimi schienen dem Spiel der Gäste keine neuen Impulse geben zu können. Im Gegenteil: In der 66. Minute hatte Veselinovic, der zwischenzeitlich etwas untergetaucht war, wieder eine sehr gute Chance, die er aber nicht nutzen konnte.

In den letzten 20 Minuten machte Anderlecht, was es wollte. In der 77. Minute verhinderte Courtois mit einer Glanzparade die Vorentscheidung durch Lukaku, der aber eine Minute später endlich Glück hatte und per Kopf das 2:0 erzielte. Dabei blieb es auch bis zum Schluss. Der RSC Anderlecht ist wieder im Geschäft!

Quelle: netecho

Ergebnis: 2-0
Tore: 6' Veselinovic 1-0, 80' Lukaku 2-0

Anderlecht:Proto, Gillet, Mazuch, Juhasz, Lecjaks, Kljestan, Biglia (87' Kouyate), Kanu (74' Diandy), Legear, Veselinovic, Lukaku (90+4' Marecek)
Genk:Courtois, Anele, Matoukou, Joneleit, Pudil, Buffel (90' Libombe), Vanden Borre, Tozser, De Bruyne, Kennedy (60' Barda), Vossen (60' Ogunjimi)

Gelbe Karten: 57' Juhasz, 71' Ngongca
Rote Karten: /

Schiedsrichter: Joeri Van de Velde
Stadion: Constant Vanden Stock-Stadion



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