Anderlecht siegt und hat alles selbst in der Hand

FREITAG, 27 NOVEMBER 2015, 00:11 - RSCA Skater
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SPIELE"Wir wollen gegen Monaco gewinnen", sagte Herman Van Holsbeeck gestern und das hat seine Mannschaft auch schaffen können. Obwohl Anderlecht einen schweren Abend erlebte, gewann man am Ende mit 0-2. Anderlecht reicht nun ein Sieg im letzten Spiel für ein Weiterkommen.

Dass im Fußball nicht immer die bessere Mannschaft gewinnt, wurde gestern zum Vorteil des RSC Anderlecht, der sich trotz einer insgesamt schwachen Vorstellung mit 0-2 durchsetzen konnte. Somit kann sich Anderlecht im letzten Gruppenspiel gegen Qarabaq, das mit 0:1 gegen das qualifizierte Tottenham verlor, das Ticket für die nächste Runde sichern.

Davon, dass der belgische Rekordmeister beim Duell gegen den monegassischen Traditionsklub unter Zugzwang stand, war im Verlauf der ersten 45 Minuten kaum etwas zu spüren. Denn vor nicht mehr als 4.500 (!) Zuschauern fand die Mannschaft von Cheftrainer Besnik Hasi nur schwer in die Partie. Den besseren Start erwischte Monaco, das die Gäste aus der belgischen Hauptstadt, die ohne Fans in das Fürstentum gereist waren, schon früh unter Druck setzte.

Nach knapp fünf Spielminuten legte Palasic den Ball mit der ersten klaren Chance knapp am Tor von Anderlecht-Schlussmann Silvio Proto vorbei. Wenig später scheiterte El Shaarawy.

Während der ehemalige Nationaltorhüter im Dienste des RSC Anderlecht deutlich mehr gefordert wurde als geplant, fand die Offensive der Gäste um Angreifer Stefano Okaka kaum statt. Erst nach einer längeren Anlaufzeit tankte Anderlecht etwas Selbstvertrauen und beteiligten sich am Spiel. Trotzdem gelang es Anderlecht zunächst nicht, die Kontrolle zu übernehmen.

Trotzdem waren es die Gäste, die noch vor der Pause den wichtigen Führungstreffer bejubeln konnte. Guillaume Gillet, der vier der letzten sieben Anderlecht-Treffer auf internationaler Ebene erzielte, hatte seine Mannschaft mit der ersten richtigen Chance in Führung gebracht (45.+2) und den Spielverlauf auf Kopf gestellt. Kurz nach dem Seitenwechsel hatten Fabinho und El Shaarawy den Ausgleich für Monaco auf dem Fuß, scheiterte jedoch erneut knapp. Monaco, der Champions-League-Finalist von 2004, drängte nun auf den Ausgleich. Während Anderlecht eine schwere zweite Halbzeit drohte, kam Monaco in der 48. Minute zur nächsten Chance auf einen Treffer, als eine Direktabnahme von Moutinho knapp über das Tor ging.

Die Gäste konnten sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien und mussten sich bei Schlussmann Silvio Proto bedanken, dass Monaco nicht der Ausgleichstreffer gelingen wollte. Erst in der Schlussviertelstunde konnten sich die Gäste vom Druck des Gegners befreien und waren prompt erfolgreich. Mit einer der seltenen Chancen schraubte Acheampong den Spielstand auf 0-2 hinauf und sorgte dafür, dass Anderlecht nach dem ersten Auswärtserfolg seit knapp drei Jahren wieder von der nächsten Runde träumen darf.

Ergebnis: 0-2
Tore: 45+1' Gillet (0-1), 78' Acheampong (0-2)

Monaco:Subašić, Fabinho, Carvalho, Raggi, Fábio Coentrão, Toulalan (30' Touré), Pašalić (63' Carrillo, João Moutinho, Bernardo Silva, Traoré (85' Echiejile), El Shaarawy

Anderlecht:Proto, Gillet, Kara, Deschacht, N'Sakala, Dendoncker, Defour, Najar (66' Ezekiel), Tielemans, Praet (76' Acheampong), Okaka (84' Suarez)

Gelbe Karten: 26' N'Sakala, 45' El Shaarawy, 51' Raggi, 58' Defour, 67' Fabinho, 71' Praet, 87' Proto
Rote Karten: /

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (D)
Stadion: Stade Louis II



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